Greyfenthal

Es war eine kalte Nacht, die Wege waren vom vielen Regen aufgeweicht. Es war dunkel ohne den vertrauten Mond am Himmel. Nur vereinzelt warfen kleine Laternen schemenhafte Lichter auf die Umgebung. Jeder Schritt war ein Tritt ins Ungewisse.

Neras und Lucia waren auf dem Weg zur Burg von Junker Brendan von Nordhain in Greyfenthal. Dies liegt an einem Pass in den Gebirgen um Heroica. Dort lud der Junker zu Hoftag und Turnier ein, da Gingstberg-Grünbach endlich befreit wurde.

Gerold Wannstein, Hauptmann der pandorianischen Truppen in Heroica, hatte Neras als Leibwache angeheuert. Also tat Neras was er konnte, Lucia folgte ihnen auf dem Fuße.

Plötzlich – Knacken, eilige Schritte, Stimmengewirr. Ein Aufruhr. Menschen, darunter Adlige, sammelten sich. Es war kein Durchkommen. Eine Horde hungriger Bauern, die mit der Art wie Junker Brendan das Land geführt hat nicht zufrieden waren, griff an. Sie skandierten „Nieder mit dem Adel!“ und trotz wiederholter Verhandlungsversuche war ein Schlagabtausch unvermeidbar.

Schließlich zogen sie jedoch ab.

Zurück blieben einige Verwundete. Darunter der schwer verletzte Gerold. Da Lucia ihn bereits von der Reise kannte, packte sie ihn, schleppte ihn in die Taverne. In der Aufregung rissen sie eine Kerze samt Halterung um. Nur gut, dass eine Burg aus Stein gebaut ist. Ein Brand wäre fatal gewesen. Lucia vollzog eine Heilung, und beseitigte das entstandene Durcheinander.

Als Gerold wieder auf den Beinen war, gesellte er sich auf einen Umtrunk zu Neras und der Schamanin, zog sich danach jedoch zu seiner Baronin Viktoria an den Adelstisch zurück.

Auf der Anreise haben Neras und Lucia Antonius und Hagen aus den Augen verloren. Allerdings tauchte Hagen am Abend in der Taverne kurzzeitig auf, war aber nicht lange zu sehen, da er zu tief in seinen Becher sah und umgehend in einen tiefen Nachtschlaf fiel.

Lucia machte Bekanntschaft mit Falk. Sie unterhielten sich, als nach einiger Zeit Schwarzdorn dazu kam. Er schien eine Art Schamane zu sein. Ebenfalls am Tisch saß Rahjan, einer der Schüler von Arve und Mitglied der Stipatoris Magiarum. Alle sprachen, aßen und tranken.

Es sprach sich herum, dass Bruder Magnus einige damit beauftragt hatte, sechs Artefakte zu suchen. Diese seien wichtig für ein großes Ritual, um eine ehemalige Junkerin, deren Geist noch immer, nach 250 Jahren, durch die Burg spukt, zu befreien.

Unter diesen Relikten war unter anderem eine goldene Ente, die wenig später bei der Bardin gesehen wurde.

Irgendwann setzte sich eine zwielichtige Person zu Lucia, Rahjan, Falk und Schwarzdorn an den Tisch. Er erklärte, dass er Gefallen sammle und trug einen Kelch bei sich, ließ diesen aber keinen Moment aus den Augen.

Er würfelte mit Rahjan um Kupfer und musste anfangs starke Einbußen hinnehmen. Schließlich verlor jedoch Arves Schüler all sein Kupfer und setzte einen magischen Kristall gegen den Kelch ein. Phey schien auf Rahjans Seite zu sein, denn er gewann haushoch und der Herr verließ die Taverne deutlich zerknirscht.

Aufgrund der beschwerlichen Anreise zog es schnell alle Übrigen in die Unterkünfte.

Die Nacht blieb mondlos und ohne Ereignisse.

Der Hoftag begann trüb und regnerisch. Viele der Hofgäste wurden durch den Aufruhr der vor den Toren herrschte geweckt. Die Neroiten griffen an und brannten Haupt- und Seitentor nieder. Sofort stürmten einige der Anwesenden zu den Toren um die Verteidigung zu unterstützen. Dieser Angriff der Neroiten konnte in die Flucht geschlagen werden. Vorerst.

Nachdem sich alle gesammelt und beruhigt hatten, kehrte die Normalität zurück und alles wurde für die verschiedenen Disziplinen vorbereitet. Man konnte sich in sechs Spielen messen. Mehlsackweitwurf, Bootsbau, Kerzenwettlauf, Dichten, Merken und Tauziehen.

Nach den Ritterspielen versammelte man sich im Burgsaal um alle adligen Herrschaften und weitere angesehene Persönlichkeiten zu ehren und um den Voigt zu wählen. Es sprach unter anderem ein junger Herr vor, der kurzum zum Kammerdiener wurde. Dieser reichte umgehend Getränke. Alle blieben unversehrt, nur der Voigt wurde vergiftet und fiel nach dem ersten Schluck aus seinem Kelch zu Boden. Im Burgsaal herrschte Unruhe und der frisch ernannte Kammerdiener ergriff die Flucht. Er hatte jedoch nicht mit der Überzahl der Wachen gerechnet. Er wurde niedergeschlagen und sollte in den Kerker gebracht werden. Zwei Wachen und der Giftmischer passierten Lucia. Der Tross stoppte kurz und Lucia wurde vom Attentäter etwas ins Ohr geflüstert. Sie erschauderte, doch nichts geschah.

Die Unruhe hielt noch lange an. Lucia streifte durch die Gegend, getrieben von der Stimme in ihrem Kopf. „Der Schlüssel zum Kerker. Geh und bring ihn mir!“ Schließlich fand sie den Schlüssel, doch hatte sie einige Mühe, die Wache am Kerker abzulenken. Sie verwickelte die pflichtbewusste Dame in ein Gespräch und warf den Schlüssel in die Hände des Neroitenanhängers. Er öffnete behutsam und lautlos das Tor, attackierte die Wache hinterrücks und floh – mit Lucia im Schlepptau. Die Flucht missglückte, da der junge Anhänger der Neroiten getötet wurde. Lucia erlitt im Schlagabtausch einen Treffer und ging zu Boden. Bevor die Wachen sie hochreißen konnten, griff sie nach einer Münze des Neroitenanhängers.

Man schleppte die benommene Schamanin zurück in die Burg. Etwas verwirrt taumelte sie durch die Gegend. Neras war nirgends zu sehen und auch sonst schenkte ihr niemand Beachtung. Also schlich sie sich erneut von der Burg, zurück zum Leichnam des Flüchtigen. Einige Zeit später schlich Lucia durch die umliegenden Gräser und wurde von Neras aufgegriffen. Dieser bemerkte ihre Veränderung sofort.

Darauf angesprochen reagierte die Schamanin aggressiv und setzte zur Flucht an. Neras packte sie, zerrte sie unsanft auf einen freien Platz im Burggelände und vollzog eine Austreibung mit der Hilfe von Kor. Es floss Blut, Lucia schrie sich die Kehle wund und verstummte schließlich.

Neras rüttelte sie wach und langsam kam die verwirrte Schamanin wieder zu sich. Was fehlte, waren jegliche Erinnerungen an das, was mit ihr geschehen war.

Mürrisch betrachtete der Kor-Geweihte das Häufchen Elend und übergab sie schließlich in die Hände von Rahjan. Dieser wiederum hatte alle Hände voll zu tun, dass Lucia sich nicht wieder davon machte. Er grübelte lange über ihr Verhalten und schließlich löste er das Rätsel. Die Besessenheit schien noch nicht vollständig aus ihrem Körper gewichen zu sein. Rahjan flüsterte ihr „Nero“ ins Ohr und Lucia erstarrte. Sekunden später wand sie sich wie unter Schmerzen. Damit verhärtete sich des Magiers Verdacht.

Zu gegebener Zeit rief er Neras zu sich, der gerade seine Rüstung, die beim letzten Kampf gegen die Neroiten beschädigt wurde, zum Schmied gebracht hatte und unterrichtete ihn über seine Erkenntnisse. Rahjan und Neras hinderten Lucia daran zu flüchten. Rahjan stellte wie erwartet fest, dass noch Reste der Besessenheit in ihr waren und trieb diese endgültig aus.

Kurz darauf, alle waren wieder in der Burg angekommen, erfolgte ein weiterer Angriff der Neroiten.

Als dieser zerschlagen war und wieder Geselligkeit eingekehrt war, wurden auf dem Burggelände die Sieger der Spiele gekürt.

Es vergingen viele Augenblicke. Man fand Zeit für Speiß und Trank bis laut tosend ein weiterer Angriff losbrach. Obwohl die Stimmen sehr laut waren, handelte es sich nur um eine Handvoll Neroiten. Der Tumult konnte schnell zerschlagen werden, dennoch nahm unter anderem Schwarzdorn immensen Schaden. Lucia eilte zu ihm und den versammelten Heilern um seine Genesung schnellstens zu vollenden. Er wurde schließlich in die Taverne gebracht und dort weiter versorgt.

Es begann zu dämmern und viele der Kämpfer hatten ihre Kräfte fast aufgebraucht. Aber die Neroitenanhänger waren unerschütterlich und formierten sich hinter den Mauern zu einem weiteren Angriff.

Bruder Magnus trommelte inzwischen die sechs Auserwählten und die gefundenen Artefakte zusammen um das angestrebte Ritual zu vollziehen.

Lucia stand nach der Austreibung mehr denn je in Neras` Schuld, also schlich sie sich von der Burg um die reparierte Rüstung zu holen. Es gelang ihr unentdeckt zu bleiben.

Alle wurden dazu angehalten, ihre letzten Kräfte zu mobilisieren. Derweil fanden sich die Träger der Artefakte im Burgturm ein. Kurz darauf stürmte ein weiterer Schwung Neroitenanhänger in die Burg. Die Zeit wurde knapp. Es war unklar, ob schlussendlich jemand überlebte.

Alle legten ihre Relikte nieder und weihten sie. Neras opferte Kor das Blut von Lucia, Antonius und schließlich sein eigenes, um die Weihung zu vollziehen. Der Geist der ehemaligen Junkerin erschien und, sie bedankte sich für die Hilfe und erklärte, dass sie nun frei sei und die Anhänger Neros somit ihre Unsterblichkeit verlieren würden.

Als das Ritual abgeschlossen war, stürmten alle aus dem Turm und an die Waffen. Es galt zu ergründen, ob die Anhänger Neros tatsächlich sterblich geworden waren. Als die Krieger Kors auf dem Schlachtfeld erschienen waren die Neroiten kurz vor dem Sieg, die Krieger der Burg waren bereits alle besiegt und hatten sich zurück gezogen. Nun lag es an Neras und Antonius. Und die Krieger Kors kämpften die restlichen Neroiten nieder. Es war ein heroische Kampf aus dem Neras und Antonius als Sieger hervorgingen. Ohne die Anhänger Kors wäre die Burg gefallen.

Übrig blieb der Hohepriester der Neroiten. Er flanierte selbstgefällig über den Burghof und schien sich nicht daran zu stören, dass sein Gefolge gefallen war.

Unterdessen bemerkte Neras, das die Ziele und die Meinung der Neroiten, denen der Anhänger Kors nicht unähnlich waren. Antonius merkte jedoch eindringlich und immer wieder an, dass dieser Prister einer dunklen Macht anhängt und es missfiel dem Korgläubigen, dass Neras ihn bewundernd ansah.

Zur gleichen Zeit wurde fieberhaft nach Baron Raskir gesucht. Er sollte die Verhandlung mit dem Hohepriester führen.

Bis auf die fordernden und drohenden Rufe von Antonius, der seine Kampfeslust nur schwer zügeln konnte, war es still. Niemand sonst traute sich zu sprechen. Die Kiesel unter den Schuhen erzeugten weltfremde Laute.

Schließlich traf der Baron ein und die Verhandlungen begannen. Die Augenblicke strichen ins Land und alles deutete auf eine friedliche Lösung hin, als der Hohepriester plötzlich zu den Waffen griff.

Es folgte ein unerbitterlicher Kampf auf Leben und Tod.

Baron Raskir ging nach einem heftigen Schlagabtausch zu Boden. Sofort stürmten alle anwesenden Priester laut betend und ihre jeweiligen Götter um Beistand rufend auf den neroitischen Hohepriester zu. Dieser wurde von der geballten Energie die auf ihn einstürzte stark geschwächt, so daß die anwesenden Krieger ihn niederkämpfen konnten. Schlussendlich schlug Ritterin Nemeria ihm den Kopf ab.

Immer noch am Boden und unbeweglich lag Baron Raskir. Er wurde verbunden und sein Kopf auf Lucias Schoß gebettet. Verzweiflung brach aus. Viele weinten und flehten um das Überleben des Barons. Alles schien aussichtslos, als Schwarzdorn herbeieilte und sich nicht davon abhalten ließ, die Geister des Gehörnten zu rufen. Jedoch tat sich nichts …

Viele Augenblicke später passierte, womit niemand mehr gerechnet hatte. Baron Raskir begann sich zu bewegen. Er lebte!

Und somit endete der Aufenthalt in Greyfenthal mit einem Wunder.

Taverne zur molligen Jungfrau

Taverne zur molligen Jungfrau 16.10.-18.10.15

Am fünften Tag der angebrochenen Woche trafen Kruschak, Neras und Lucia in den Zwergenbergen ein.
Diese Berge sind der Zugang von Pandoria in die unheiligen Länder (Heroica) und die Zwergenmienen liegen im Gebirge, welches Pandoria von Heroica trennt. [Geografische Quelle: Tony]

Die Nachmittagssonne stand bereits am Himmel, als die Lager hergerichtet waren, daher begab man sich auf einen schnellen Rundgang und später in die Taverne.
Dort kursierten bereits erste Gerüchte über einen Angriff von Käfern in den Wäldern. Diese Käfer seien gefährlich und angriffslustig. Jeder, der von ihnen gebissen wurde, verwandle sich schließlich ebenfalls in einen Käfer.
Die Sonne hatte bereits den Tanz mit dem Mond beendet, als am Zugang zu Miene 3 Gepolter und Getöse zu hören war. Ein Angriff der Gerüchte umwobenen Käfer?
Zu später Stunde traf Nandie (Stipatoris Magiarum) ein und somit hatte Lucia eine Verbündete gegen Neras und Kruschak (Schwarze Hand). Es wurde ausgelassen gefeiert und diverse Bekanntschaften wurden geschlossen. Großes Aufsehen erregte das Auftreten der Weißen Löwen unter der Führung von Tabakhan.

Die Morgensonne erfreute uns am sechten Tag nur kurzzeitig.
Früh kamen Neras und Kruschak beim Schmied Argos unter Sold und schleppten Holz aus den nahe gelegenen Wäldern. Etwas unachtsam waren sie, die zwei Söldner. Sie wurden von einer Räuberbande überfallen und schließlich zur Auktion freigegeben. Mit ihnen wurden noch andere versteigert. Zum Glück waren Nandie und Lucia nicht weit. Sie konnten beide für je ein Kupfer auslösen. Vorbildlich haben beide Söldner ihre Schulden beglichen!
Dennoch schwor Neras Rache an der Räuberbande und schlug sie nach Erhalt seiner Waffe in die Flucht.
Es war Nachmittag und es wurde gesagt, dass man sich auf die Suche nach Käfereiern machen wollte um zu ergründen, wie man diese Kreaturen bekämpfen kann oder ob es möglich wäre, die Verwandlung zu verhindern. Also begab sich Lucia zusammen mit einigen anderen, sowie den Weißen Löwen in Miene 3. Es konnten einige Dinge geborgen werden. Die Forschung blieb jedoch ohne Ergebnis.
Es dämmerte bereits, als sich leichte Unruhe bei den Söldnern der Schwarzen Hand breit machte. Antonius wurde erwartet. Es gingen noch einige Augenblicke ins Land, bevor Antonius zur Gruppe der Schwarzen Hand stieß. Dieser erklärte seine Verspätung ganz im Sinne eines Kämpfers mit diversen Angriffen von Käfern und anderem Getier. Man verabredete sich zu einem Umtrunk in der Taverne. Dieser blieb Antonius nach beschwerlicher Reise, aber auch den anderen, verwehrt. Es kam zu einem massiven Angriff durch die Käfer. Sie drohten durch die Tore von Miene 3 in die Taverne einzudringen. Schnell schlossen sie Pandorianer, Schwarze Hand, Stipatoris Magiarum, Weiße Löwen und noch viele mehr zusammen und traten in den Kampf gegen die Käfer.
Trotz schwerer Schlacht blieb es bei Verwundeten. Einige jedoch schwer. Antonius musste wiederholt geheilt werden. Und auch mit anderen Persönlichkeiten hatten Nandie und Lucia alle Hände voll zu tun.
Die Käfer konnten vertrieben werden und nachdem sich Angst und Aufregung gelegt hatten, kamen alle zu ihrem wohlverdienten Umtrunk.
Offenbar konnte Kruschak jedoch sein halborkisches Temprament nicht zügeln. Darum kam es schließlich zu sehr später Stunde zu einer Auspeitschung durch die Pandorianer.

Die Schwarze Hand konne in den Zwergenbergen drei Persönlichkeiten für sich begeistern. Kevin (OT), Ralf (OT) und Marius (IT).
Dazu ist zu sagen, dass Kevin auf der anstehenden Taverne in Drakenstein (Gutshaus zum reisenden Pilger) offiziell in die Schwarze Hand aufgenommen werden soll. Es soll dort ebenfalls eine Verbindung zu Marius hergestellt werden. Ralf verlor sich im Treiben und ist bisher nicht aufgetaucht.

Es grüßt,
Die Stimme aus dem Off

Met, Gerüchte und Informationen