Das Land Silavia

Geographie


Weite Teile Silavias sind Flachland, mit mit Ausnahme des großen Berges in der Mittelregion und dem Gebirge im Süden.  Sümpfe und Moore sind ebenfalls vorhanden und als Nachwirkungen der Eiszeit noch weit ausgedehnt. Jedoch wurde stellenweise mit der Trockenlegung begonnen. In den Mittelgebirgen bilden Löss-Böden eine Grundlage für fruchtbaren Ackerbau.


Flora & Fauna

Entsprechend seiner Geographie ist die Flora und Fauna von Silavia einer gemäßigten nördlichen Region gleichzusetzen. Die größten Lebensräume bieten hierbei Nadel-Wälder , Flussauen und Heidelandschaften, geprägt durch den sandigen Boden. Jedoch auch Moore und Sümpfe sind nicht unbekannt, wenn auch nicht in großer Fläche vorhanden.
Das Klima bewegt sich zwischen Minusgraden im Winter, bis zu großer Hitze im Sommer, in seinen extremen Lagen. Meistens ist es jedoch angenehm kühl, mit einer mittleren Niederschlagsmenge. Überflutungen aufgrund von Regen kommen extrem selten vor. Dürren können im Sommer streckenweise zu einem Problem werden.
Die Tierwelt entspricht den Typischen Waldbewohnern und entsprechend gelten Wölfe und Bären als normal. Vereinzelt gibt es auch Wisentherden.


Bevölkerung

Silavia zeichnet sich durch eine breit gemischte Bevölkerung aus. Durch die Nachwirkungen des Krieges ist allgemein eine sehr junge oder weibliche Bevölkerung vorzufinden. Rassen sind bunt gemischt, da während des Krieges die einzelnen Angehörigen in Völkerwanderungen quer über das Land verstreut wurden. Ein Kampf gegen den gemeinsamen Feind, den Untot, hat diese Ethnien zusammenarbeiten lassen und rassebezogene Vorurteile oder Abneigungen zumindest für eine Weile stark reduziert.  Eine allgemeine Gleichberechtigung ist die Folge, an der die wenigsten wirklich etwas ändern wollen,  da die Gefahr der Necromantie immer noch präsent ist und man jedes Schwert braucht.
Der größere Teil der Bevölkerung ist jedoch menschlich , zu  denen jedoch auch Mischligne gezählt werden, der elfische und der orkische Anteil ist jedoch auch weit verbreitet, während der zwergische relativ gering ist und andere Rassen kaum verbreitet sind.
Die meiste Bevölkerung ist auf dem Land zu finden und lebt von der Forstwirtschaft, der Jagd oder dem Ackerbau. Sie ist entsprechend einfach und bäuerlich geprägt, jedoch grob und wehrhaft. Fremde mit der Absicht, dass Land in ihren Besitz zu bringen werden von den aufgebrachten Bauern oft schnell vertrieben oder in blutigen Guerillagefechten aufgerieben. Man sagt es wären schon Angehörige fremder Armeen nachts aufgefunden worden, die von Kochlöffeln durchbohrt waren. Feinsinn ist nicht im Interesse dieser Laute, grobes Kriegshandwerk verstehen sie jedoch, auch wenn viele gerne Bauern sind und kein Interesse haben den Kampf zu suchen, wenn es nicht sein muss.
Eine Hörigkeit und Ehrerbietung gegenüber Autoritäten ist nicht verbreitet. Da eine konkrete Regierung fehlt sehen viele Einwohner keinen Sinn darin irgendjemanden aufgrund seiner Abstammung anzuerkennen oder zu hofieren. Die einzige Gruppe, die immer mit Ehrerbietung betrachtet wird, sind Vampirjäger und andere, die Untote bekämpfen. Ansonsten werden herausragende Stellungen von reichen, einflussreichen oder entsprechend skrupellosen Leuten besetzt; auf dem Land herrscht eine primitive Art Gruppenentscheidung in der Dorfgemeinschaft und gewählte Dorfvorsteher, sowie Dorf-Heiler haben das Ruder fest in der Hand.


Stimmung im Lande – Regionale Besonderheiten

Reisende die nach Silavia kommen werden die Stimmung im Land stark davon geprägt sehen, in welcher Region sie ankommen. Es gibt vor allem hierbei viele regional bestimmte Besonderheiten, wobei diese meistens mit der jeweiligen Lage zu tun haben.
Am schlechtesten und bedrückensten wird man wohl den Süden des Landes empfinden. Hier ist man am nächsten dran, am ewigem Kampf mit dem Untot. Gefechte, die Abwehr und einzelnen, wenngleich schwachen Angriffstruppen bestimmen den Geist. Das Land kommt einem öde und trist vor, die Dörfer sehen praktisch, hart und teilweise heruntergekommen aus. Hier wohnt ein harter Schlag von Menschen, die niemandem gerne etwas schenken, aber eine treue Klinge an ihrer Seite um so mehr wertschätzen können. Niemand wohnt hier gerne, die meisten müssen es. Vor allem Orks haben sich in diesen Gebieten gut angesiedelt, die Stimmung liegt ihnen und wird auch von ihnen geprägt. Der Hauptwirtschaftszweig, nach Bauern und Holzfällern, sind hier die Söldner und die Waffenmeister. Will jemand den Umgang mit der Waffe erlernen, so sollte er in diese Gegend reisen und sein Zertifikat hier erwerben, es wird in ganz Silavia als große Errungenschaft angesehen.

Im Osten findet man ein anderes Klima vor. Zwar herrscht auch hier keine goldene Zeit, doch sind die Leute nicht so sehr dem täglichem Kampf ausgesetzt. Sie sind fröhlicher, lachen mehr und sicher ist dies auch ihrer Haupterwerbsquelle, dem Alkohol geschuldet. Man möchte fast sagen, dass hier vieles lockerer ist, als andernorts. Die Stimmung ist mehr eine Aufbruchstimmung und vielleicht ist es auch den Elfen geschuldet, von denen es hier mehr als andernorts gibt. Sie nehme einfach vieles nicht so schwer oder lassen es sich weniger anmerken. Reisende werden hier neutral bis freundlich aufgenommen und auf Dorffesten auch gerne mit eingeladen. Die große Stadt im Osten  ist vor allem durch ihren Stolz geprägt. Man ist stolz auf die Wehrhaftigkeit, die hier Welle um Welle der Untoten zurückschlagen konnte. Nie sei die Stadt gefallen heißt es. Ein Reisender wird hier wohl die positive Stimmung und ein Gefühl der Hoffnung mit nach Hause nehmen.

Der Westen des Landes ist praktisch veranlagt. Hier herrscht wirtschaftliche Überlegung und Abwägung. Ein Reisender wird als Einnahmequelle gesehen und auch so behandelt, sei es von Wirten oder von Räubern. Solange man ein paar Kupfer in der Tasche hat kommt man gut durch die Dörfer und kann viele, auch qualitativ gute Waren einkaufen. Die Leute haben hier einen Sinn für das Geschäft und für das Geld, weshalb in der großen Stadt des Westens die Gilde der Banken eine zentrale Position eingenommen hat. Doch auch die Nachteile dieses Denkens zeigen sich rasch: Räuber und Banditen sind hier besonders zahlreich. Hier wird ein Reisender den Leuten mit Misstrauen begegnen, wenn er aus diesem Land kommt und weniger Herzlichkeit in sich haben. Doch er wird sehen, dass diese Einstellung nötig ist, denn der Westen ist zugleich auch die Kornkammer von Silavia und hält mit seinen Nahrungsmitteln Knappheiten in den anderen Regionen gegen Bares in einem erträglichem Rahmen.

Abschließend sei noch der Norden mit der Landeshauptstadt erwähnt. Hier ist die Landschaft vom großen Berg und den beiden Flüssen geprägt, hier finden wir die wenigen Erzbergwerke Silavias vor. Und wo Erz ist, da sind auch Zwerge und ihre Schmieden nicht weit. Will man Waffen erwerben, so folgt man den Flusslauf in Richtung Norden, wo eben diese Zwerge ihre Schmieden aufgebaut haben und damit ihren Reichtum mehren. Ihr Charakter, die raue aber herzliche Art, die leichte Reizbarkeit und die Vorliebe für Bier und Met, all das findet man in und um der kleinen Stadt am Berg. Bedingt durch den Einfluss dieser Leute, aber auch geprägt von den vielen Reisenden in dieser Region, die einen wichtigen Transit-Bereich zwischen den beiden Ländern westlich und östlich darstellt kann man hier einige wirklich interessante Bekanntschaften machen. Die beiden Flüsse , die wichtige Handelsrouten darstellen sind ebenfalls für viele Reisende wichtige Wege, denn auch dieser Teil Silavias ist von Räubern verseucht. Hier findet man auch die einzigen Laboratorien und Forschungseinrichtungen des Landes in verschiedenen Fakultäten. Wer lernen will, der findet sich hier ein. In der Hauptstadt schwebt zudem noch etwas vom vergangenem Glanz der Zeit Sir Dagos, gepaart mit der Aufbruchstimmung die er brachte und schließlich auch der Wehmut über sein Verschwinden.


Politik

Inländische Politik

Aufgrund der desolaten Regierungssituation ist keine eindeutige Aussage über die silavische Politik zu treffen. Im Regelfall jedoch wird das Land von einem Herzog in Erbmonarchie regiert, der meistens ein Kabinett aus Ministern bestimmt, um sein Land zu verwalten. In der langen Geschichte des Landes wechselten dabei die Traditionen, wer Minister wird oft ab.
Die letzte Regierung von Silavia war ein Experten-Kabinett unter Sir Dago, welches keine Rücksicht auf Stand oder Herkunft nahm. Das einzige Auswahlkriterium war die fachliche Kompetenz, natürlich neben der Loyalität zu Sir Dago selbst. Er überließ diesen „Ministern“, welche nie offiziell ernannt wurden, das Regieren und behielt sich ein Veto-Recht vor, um die Kontrolle bei sich zu behalten. Das ganze Konstrukt diente dabei vor allem dem Zweck, dass Dago   im Land für Frieden sorgen konnte, sich jedoch nicht mit jeder Facette der Regierung herumschlagen musste. Zudem war er kein Herzog, der durch höfische Präsenz glänzte.
Nach seinem Verschwinden reduzierte sich dieses karge politische Leben noch weiter und man kann heutzutage fast ausschließlich die Politik in den Städten und den einzelnen Dörfern beleuchten. Auf dem Land ist die Situation relativ einfach. Wo keine Räuberbanden oder Raubritter das Land regieren werden Dorfvorsteher gewählt, die daraufhin die Geschickte ihrer Gemeinde lenken dürfen. Zumeist steht ihnen dabei ein Dorf-Heiler, Dorf-Rat oder ein Gelehrte zur Seite, die praktisch den geistigen Teil der Macht in ihrer Hand hält.
In den Städten ist die Sache schon anders gelagert. Hier sind es zumeist die Gilden, die mit ihren Vorsitzenden eine Art Stadtrat bilden. Von ihnen wird zumeist unter dubiosen Bedingungen ein Bürgermeister bestimmt, der danach wie ein Fürst leben kann. Unter diesen Bedingungen werden die Städte meist ausschließlich nach wirtschaftlichen Interessen und mit wenig Rücksicht auf die unteren Bevölkerungsschichten oder andere nicht wirtschaftliche Gesichtspunkte geführt. Die Unzufriedenheit in den entsprechenden Schichten, aber auch die Freiheiten in diesen ist entsprechenden groß.
Generell lässt sich sagen, dass in Silavia politische Extreme herrschen. Auf der einen Seite genießen die Leute auf dem Land große Freiheiten, auf der anderen Seite werden die Städte von Wirtschaftsdiktaturen geführt.

Ausländische Politik

Man sollte nicht direkt von Außenpolitik reden, da es ohne wirkliche Regierung eine derartige Politik nicht geben kann. Jedoch gibt es Ausnahmen. So unterhalten einige Städte sich gute Kontakte zu anderen Ländern, alleine dem Handel wegen und es existieren einige Abkommen eben jeder Städte.

 

Met, Gerüchte und Informationen